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Posts Tagged ‘Gedenken’

Warum erinnert ihr euch nicht an die Augen von….

Posted on Januar 24th, 2015 by Admin  |  No Comments »

AbschlussUnter diesem Titel las am 23. Januar 2015 Steffen Richter im Infoladen Zittau, Vorsitzender des Vereins AKuBiZ aus Pirna und Träger des Regine-Hildebrandt Preises 2013, aus der gleichnamigen Broschüre. Texte aus reellen Biografien erzählen von Menschen, die während der Nazizeit umgebracht wurden. Die Texte sind so, als würden sie uns selbst von sich erzählen. Umrahmt wurden diese Biografien durch Lieder, die zu den Menschen und ihrem Leben passen.
Die Anwesenden erlebten ein tief bewegenden Abend mit einem Referenten, der ein bemerkenswerter, großartiger Mensch ist. An dieser Stelle, DANKE Steffen, dass du bei uns warst und die Broschüre vorgestellt hast.
Wer Interesse an der Broschüre hat, kann sich gern an das Team vom Infoladen Zittau wenden.

Hintergrund und Ziel der Broschüre

Unser Interesse gilt nicht nur der großen Geschichte, sondern auch der einzelner Menschen und ihrer persönlichen Erinnerungen. Wenn es gelingt, diese erfahrbar zu machen, lässt sich besser verstehen, dass auch die Vergangenheit von wirklichem, gelebtem Leben handelt und nicht nur aus sterilen Zahlen. Dass wir dabei so oft auf Geschichten ohne Happy End trafen ist nicht zwangsläufig, sondern der Tatsache geschuldet, dass zu wenige Menschen ein waches Gewissen hatten, dass zu wenige im Protest geübt waren, dass zu wenige widersprochen haben, dass zu wenige sich gewehrt und die anderen verteidigt haben.

Es hätte anders kommen können …

Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht in Zittau

Posted on November 8th, 2013 by Admin  |  No Comments »

SHALOM

SHALOM

Am 06. November 2013 lud die Initiative für eine lebendige Gedenkkultur im Vorfeld des Jahrestages der Reichspogromnacht zu einem stillen Gedenken ein.

SHALOM

Ein Licht Gottes ist der Menschen Seele

Gedenken an die Reichspogromnacht in Zittau

Posted on September 17th, 2013 by Admin  |  No Comments »

131106Am 06. November 2013 um 18 Uhr lädt die Initiative für eine lebendige Gedenkkultur zu einem Vortrag über die Reichspogromnacht in den Infoladen Zittau (Äußere Weberstr. 2) ein.

Kurz vor dem Jahrestag diese denkwürdigen Ereignisses wird unter anderem über die damaligen Ereignisse, nicht nur in Zittau, informiert.

Auf den Spuren der „Roten Bergsteiger“ im Zittauer Gebirge

Posted on Mai 7th, 2013 by Admin  |  No Comments »

Nachdem in den letzten Jahren hauptsächlich in der Sächsischen Schweiz / Osterzgebirge die Spuren der „Roten Bergsteiger“ erforscht und ihnen nachgegangen wurde, konnten nun 35 Interessierte im Zittauer Gebirge begrüßt werden. Vom 26. bis zum 28. April 2013 wollten wir uns mit der illegalen Arbeit der Bergwanderer hier im Zittauer Gebirge beschäftigen.

Am ersten Abend konnten wir Eva Mendl, Vorsitzende des Mauthausen-Komitee-Ost e.V. begrüßen. Im Jahr 2010 hatte sie durch einen Zufall Briefe ihres Vaters gefunden, die er – nach seiner Verhaftung 1940 aus Gefängnissen, Zuchthäusern und dem KZ Mauthausen an seine Mutter und seinen Bruder geschrieben hat. Durch diese Briefe lernte sie ihren Vater neu kennen. Eva schreibt dazu: „Die wichtigste Bezugsperson für meine politische Bildung war mein Vater. Er bekämpfte als KPD-Mitglied ab 1933 illegal den Faschismus in Deutschland, wurde deshalb 1940 von der Gestapo verhaftet und gefoltert, 1941 wegen Hochverrat zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt und 1943 mit dem Vermerk „Rückkehr unerwünscht“ ins Konzentrationslager Mauthausen verschleppt.“
Auch wir kannten Eva’s Vater, Johannes Müller,  schon aus einem Bericht über eine vorangegangene Wanderung (http://antifalausitz.sytes.net/?p=916). Wir erinnerten uns an den Überfall an der Schneise 31: „Am 4. Juli 1935 wurden Walter Richter und seine Genossen Arthur Thiermann, Max Niklas und Hans Müller beim illegalen Grenzgang mit antifaschistischer Literatur in der Schneise 31 bei Altenberg in einen Hinterhalt gebracht. Es war Verrat eines Dresdner Mittelsmannes im Spiel. Die Faschisten eröffneten sofort das Feuer, dass die genannten Genossen mit Pistolen erwiderten. Sie versuchten sich zur Grenze zurückzuziehen, was aber nur dem Genossen Hans Müller gelang. Die Genossen Walter Richter, Arthur Thiermann und Max Niklas wurden Opfer der faschistischen Mordkugeln.
In zwei Stunden berichtete Eva aus dem Leben ihres Vaters und über die illegale Arbeit. Gerührt vom Interesse der antifaschistisch eingestellten Menschen, die sich für die Geschichte interessieren, sagte Sie: „Der Kampf gegen die faschistischen Umtriebe muss weitergehen – Danke, dass ihr da seid.“

Die Wanderungen

Pünktlich 9 Uhr startete unsere erste Wandertour an diesem Wochenende. Die Tour führte uns über den Hain, den Hochwald, den Scharfenstein und letztendlich über den Töpfer. Das nasskalte Wetter passte trotz aller Widrigkeit zum Thema. Während unserer Einkehr in der Hochwaldbaude wurde über die Situation in der Oberlausitz in den Jahren 1930 – 33, insbesondere über die schwierige Arbeit der KPD, informiert. Wie überall im damaligen Reichsgebiet wurden auch in der Oberlausitz Menschen durch die Nazis verfolgt, bedroht, zusammengeschlagen. Das Grenzgebiet bot jedoch für die illegale antifaschistische Arbeit den Vorteil, dass es unübersichtlich und daher schlecht zu kontrollieren war. So kamen Flugschriften über die tschechische Grenze nach Deutschland, oder Verfolgte wurden über die Grenze in Sicherheit gebracht.

Am Nachmittag wurde in einem weiteren Vortrag auf die damalige Situation in der tschechoslowakischen Republik eingegangen. So kam es immer wieder zu Übergriffen seitens der „Sudetendeutschen“ auf die tschechoslowakische Minderheit. Diese spitzten sich bis zum Jahr 1938 immer weiter zu und führten letztendlich im September 1938 zu offenen Angriffen auf Grenzverteidigungsstellung der tschechoslowakischen Zollbehörden.

Nachdem etwa 15 Kilometer auf den Spuren der „Roten Bergsteiger“ gewandert wurde, wurde uns am Abend die Entstehungsgeschichte dieser Bergwanderer vorgestellt. Der Vorsitzende des Pirnaer Vereins AKuBiZ, Steffen Richter, führte dazu aus:
„Die Vereinigte Kletterabteilung (VKA), auch bekannt als Rote Bergsteiger, gründete sich als sächsischer Landesverband des Touristenvereins „Die Naturfreunde“. Die VKA war eine Widerstandsgruppe in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus, die sich aus den Reihen der Arbeiterbewegung, der Naturfreunde zusammensetzte und besonders in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge aktiv war. Gegründet wurde die Vereinigte Kletterabteilung bereits in den zwanziger Jahren als ein Bund linker Bergsteiger, denen die sportliche Meisterschaft des Bezwingens schwieriger Gipfel und die sprichwörtliche Bergkameradschaft genauso wichtig waren, wie der politische Kampf gegen alles Reaktionäre und besonders gegen die heraufziehende Gefahr der faschistischen Diktatur. Viele Rote Bergsteiger waren Mitglieder der KPD.“ Mit einer tollen Feuershow klang dieser Abend mit Liedern aus.

Für den Sonntag hatten die Mitglieder des Tamara Bunke Vereins eine Wanderstrecke rund um Waltersdorf organisiert. Zuerst begaben wir uns zur Wache und konnten dort die Geschichte sehen und uns die Geschehnisse im Jahr 1938 bildhaft vorstellen.  Unweit des Grenzüberganges von Waltersdorf nach Horní Svetla befindet sich ein Denkmal, welches an die Verteidiger der Tschechoslowakei erinnert. (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/denkmal-fur-die-verteidiger-der-tschechischen-republik-in-horni-svetla-wache-waltersdorf/)
Am Fuße der Lausche vorbei begaben wir uns über Herrenwalde nach Dolni Podluzi. Unweit der Bahnüberführung an der Straße nach Varnsdorf steht das Denkmal der Finanzwache-Angehörigen Jan Teichmann und Václav Kozel, die am 22. September 1938 bei einem Überfall der Sudetendeutsche Freischärler erschossen worden sind. http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/denkmal-in-dolni-podluzi-an-jan-teichmann-und-vaclav-kozel-verteidiger-der-tschechischen-republik-3/

Antifaschistischer Stadtspaziergang in Zittau

Nach 13 Kilometern waren die meisten etwas erschöpft. Dennoch freuten sich etwa 20 Interessierte auf die letzte Station unseres Wanderwochenendes, den antifaschistischen Stadtspaziergang in Zittau.
Die Tour begann am Infoladen in Zittau. Die erste Station war der Stolperstein in Gedenken an Dr. Max Brinitzer (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/stoplerstein-dr-max-brinitzer/).

Weiter ging es zur Gaststätte Mandau (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/gaststatte-mandau/) und zu den Stolpersteinen für Olga Dienstfertig (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/olga-dienstfertig-und-elsa-guckel/), welcher sich gegenüber vom Café Emil befinden.
Von der Altstadt ging es zur Neustadt zu der Gedenktafel am Hotel sächsischer Hof (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/hotel-sachsischer-hof-folterkeller-der-ss-in-zittau/) der ehemaligen SS-Wache und Folterkeller der SS.
Die nächste Station war das Gewerkschaftshaus  (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/gewerkschaftshaus-schwarzer-adler/) auf Rosa-Luxemburg-Straße. Die letzten Haltepunkte waren das VVN-Denkmal (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/das-mahnmal-fur-verfolgte-des-naziregimes-in-zittau/) am Klieneberger Platz und die Gedenktafel der Synagoge (http://infoladen-zittau.de/gedenkkultur/gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-zittau/).
Die Teilnehmenden aus Pirna, Zittau, Bautzen aber auch aus der tschechischen Republik und sogar Schweden waren sehr interessiert und hörten gespannt diesen Teil der Geschichte Zittaus zu.

Skandalöser Umgang des Oberbürgermeisters der Stadt Zittau und einiger Stadträte

Ein Wort zum skandalösen Umgang des Oberbürgermeisters der Stadt Zittau, Arndt Voigt (Freie Bürger Zittau) sowie einiger Zittauer Stadträte.
Zu Beginn des Jahres 2013 hatte der Tamara Bunke Verein gemäß der Vereinsförderrichtlinien der Stadt Zittau einen Antrag auf finanzielle Unterstützung des Wanderwochenendes gestellt.
In der Märzsitzung des Sozialausschusses wurde eine Förderung über 230 Euro gegen die Stimme des Oberbürgermeisters beschlossen.
Daraufhin meldete sich die Zittauer NPD Stadträtin mit fadenscheinigen Argumenten zu Wort und erzwang eine erneute Behandlung im Sozialausschuss. Die Stadtverwaltung in persona des Hauptdezernenten Thomas Mauermann beantragte für die Aprilsitzung des Ausschusses den gefassten Beschluss aufzuheben, da der Tamara Bunke Verein nicht gemeinnützig sei. Das ist laut der Vereinsförderrichtlinie auch nicht notwendig.

Bei der Diskussion zum Beschluss gab Stadtrat Gullus (fraktionslos) an, dass er keine politischen Grabenkämpfe zwischen links – mit Blick auf die, vom Sozialausschuss zur Sitzung eingeladene Vorsitzende des Tamara Bunke Vereins, Ramona Gehring, –  und rechts, – mit Blick auf die ebenfalls anwesende Frau Hiekisch (NPD), wolle. Genau diese Gefahr sehe er, da der Inhalt der Wanderung sehr politisch ist.
Stadtrat Matthias Böhm (Bündnis 90/Die Grünen) sah keinen Anlass zur Aufhebung des bereits gefassten Beschlusses. Er sah die Aufarbeitung dieses Themas als wichtig an.
Stadtrat Walkstein (Freie Bürger Zittau) hatte Bedenken wegen den Richtlinien zur Vereinsförderung. Er schlug vor zu beraten, ob ein Grundsatz, dass keine politischen Vereine gefördert werden dürfen, in die Richtlinien zur Vereinsförderung, aufgenommen werden sollte. Er schloss sich weiterhin den Ausführungen von Stadtrat Gullus an.
Stadtrat Dr. med. Soukup (FDP + FUW) hatte große Bedenken wegen der „Roten Bergsteiger“. Stadträtin Frau Kluttig (CDU) stimmte Stadtrat Dr. med. Soukup zu.

Letztendlich wurde der im März gefasste Beschluss aufgehoben. Zwei Stadträte,
Matthias Böhm (Bündnis90/Die Grünen) und Rainer Harbarth (DIE LINKE) stimmten gegen die Aufhebung des Beschlusses. Stadtrat Gullus (fraktionslos) enthielt sich der Stimme, alle anderen Mitglieder stimmten für die Aufhebung.

Hier müssen sich die Stadträte, der Oberbürgermeister und auch Herr Mauermann fragen lassen, ob sie sich zum Steigbügelhalter einer Stadträtin machen, deren Partei auf Bestrebungen des Bundesrates verboten werden soll. Anders könnte gefragt werden, ob aus der älteren wie jüngeren Geschichte nichts gelernt wurde?

Wer seinen Unmut über dieses Agieren Herrn Oberbürgermeister Voigt und Herrn Mauermann mitteilen möchte – hier einige Kontaktdaten:

OB Arnd Voigt, Fax 03583 / 752 193, eMail a.voigt@zittau.de
Thomas Mauermann, Fax 03583 / 752 193,  eMail mailto:t.mauermann@zittau.de

Das Vermächtnis der Interbrigadisten

Posted on Oktober 7th, 2011 by Admin  |  No Comments »

Film Brigadistas

Film Brigadistas

Am 06.Oktober 2010 fand im Zittauer Infoladen eine Informationsveranstaltung zu den Internationalen Brigaden statt.
Professor Hans-Georg Trost informierte zu Beginn über den geschichtlichen Hintergrund der damaligen Zeit und die Entstehungsgeschichte der Internationalen Brigaden.
Anschließend wurde der Dokumentarfilm „Brigadistas“ von Daniel Burkholz  gezeigt. Den Spanienkämpfern hat er damit ein Denkmal gesetzt, das gleichzeitig
als Brücke dient: Sie verbindet den Kampf der Jahre 1936-39 für eine gerechtere und bessere Welt mit den gegenwärtigen und zukünftigen Kämpfen, die noch geführt werden müssen. Wie und wo sie ausgefochten werden, entscheiden die heutigen Generationen.
„Wenn ich sterbe, dann gibt es keinen lebenden Interbrigadisten mehr in Luxemburg”, stellt der 89jährige Albert Santer nüchtern fest. Der Luxemburger gehört zu den 40.000 Ausländern, die nach dem Militärputsch 1936 der spanischen Republik halfen, den internationalen Faschismus zu bekämpfen. So entstanden die Internationalen Brigaden, deren Überlebende der Film „Brigadistas“ vorstellt.

Nach einer kurzen Pause nutzten die Anwesenden um sich über das Thema auszutauschen. Dabei wurde auch über Karl Krause, einen Spanienkämpfer aus Varnsdorf, der nach dem 2.Weltkrieg in Zittau lebte, informiert. Er kämpfte in der Batterie „Klement Gottwald“, neben tschechischen, slowakischen, ungarischen, spanischen und deutschen Genossen.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation des Tamara Bunke Vereins e.V. mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet.

Info – Veranstaltung über die Sentieri Partigani 2011

Posted on September 16th, 2011 by Admin  |  No Comments »

Am 24.November 2011 findet 18 Uhr im Infoladen Zittau (Äußere Weberstr.2) ein Informationsveranstaltung zur Sentieri Partigani 2011. Ein Teilnehmer wird über seine Erlebnisse berichten.

Vom 08. bis zum 11 September 2011 fand die „Sentieri Partigiani 2011“ statt. Die „Sentieri Partigiani“ ist eine Veranstaltung des Istoreco, einem Geschichtsinstitut. Dieses beschäftigt sich unter anderem mit dem Widerstand gegen die Faschisten in Italien.
Bei der „Sentieri Partigiani“ treffen sich jedes Jahr Anfang September vorwiegend junge Menschen in der reizvollen Gegend des Appennin, um sowohl gemeinsam mit Zeitzeug_innen auf Partisanenwegen zu wandern und ihre Geschichte(n) zu hören, als auch bei den ausgedehnten Mahlzeiten übers Gestern und Heute zu diskutieren. Sie besuchen Orte, die Schauplätze von Partisanenaktionen, Gefechten oder aber Vergeltungsaktionen der Faschisten wurden. Wie in den vorherigen Jahren nahmen auch 2011 einige ehemalige Partisan_innen teil.

Das Vermächtnis der Interbrigadisten

Posted on September 7th, 2011 by Admin  |  No Comments »

Am 06.Oktober 2010 findet im Zittauer Infoladen (Äußere Weberstraße 2) um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Internationalen Brigaden statt. Dabei wird über die Interbrigadisten und den spanischen Bürgerkrieg informiert.

Im Anschluss wird der Dokumentarfilm „Brigadistas“ des Autors Daniel Burkholz gezeigt. Den Spanienkämpfern hat er damit ein Denkmal gesetzt, das gleichzeitig als Brücke dient: Sie verbindet den Kampf der Jahre 1936-39 für eine gerechtere und bessere Welt mit den gegenwärtigen und zukünftigen Kämpfen, die noch geführt werden müssen. Wie und wo sie ausgefochten werden, entscheiden die heutigen Generationen.

„Wenn ich sterbe, dann gibt es keinen lebenden Interbrigadisten mehr in Luxemburg”, stellt der 89jährige Albert Santer nüchtern fest. Der Luxemburger gehört zu den 40.000 Ausländern, die nach dem Militärputsch 1936 der spanischen Republik halfen, den internationalen Faschismus zu bekämpfen. So entstanden die Internationalen Brigaden, deren Überlebende der Film „Brigadistas“ vorstellt.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltet.

Infoveranstaltung: Gedenken an die Pogrome in Hoyerswerda vor 20 Jahren

Posted on September 7th, 2011 by Admin  |  No Comments »

Am Dienstag, den 13. September findet um 18:00 Uhr im Infoladen Zittau, Äußere Weberstr. 2, eine Informationsveranstaltung zum Gedenken an die Pogrome in Hoyerswerda vor 20 Jahren statt.

Im September 1991 markierten die tagelangen rassistischen Angriffe auf mosambikanische Vertragsarbeiter_innen der Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG) und Flüchtlinge im sächsischen Hoyerswerda und deren anschließende Vertreibung aus der ehemaligen sozialistischen Musterstadt den Beginn einer jahrelangen Welle rassistischer Angriffe und Brandanschläge in Ost- und Westdeutschland.

weitere Infos http://pogrom91.tumblr.com/kurzaufruf

Antifaschistische Aktionswoche im Jahr 2011

Posted on Mai 16th, 2011 by Admin  |  No Comments »

Wie im letzten Jahr fand in Ostsachsen im Vorfeld des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus eine Antifaschistische Aktionswoche statt.  Die Woche war eine Zeit der vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen. Sie sollte die unterschiedlichsten Menschen, Gruppen, Initiativen und Organisationen zusammen bringen, um gemeinsam dem Rassismus und Nationalismus entgegenzutreten. Eine Zeit, in der auch Informationen über den antifaschistischen Widerstand und die Naziszene vermittelt wurde.
Vom 02. bis zum 06.Mai 2010 wurde im Infoladen Zittau jeden Abend verschiedene Themen erörtert, Aktionen geplant und wie berichtet wurde, auch durchgeführt.

Als Abschluss fand am 08.Mai 2011 ein Antifaschistischer Stadtspaziergang in Zittau statt. Dieser wurde gemeinsam mit der LINKEN organisiert. Jens Thöricht von der LINKEN schreibt darüber folgendes:

Anlässlich des 66. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus fand am 08. Mai 2011 um 14.00 Uhr auf dem Zittauer Frauenfriedhof eine Kranzniederlegung am Sowjetischen Ehrenmal  statt. An dieser beteiligte sich auch der Bundestagsabgeordnete Ilja Seifert. Anschließend gab es einen antifaschistischen Stadtspaziergang, an dem sich ca. 50 Interessierte beteiligten. Auf diesem wurde mit Redebeiträgen an den Zwischenkundgebungsorten auf die Verbrechen der Faschisten aufmerksam gemacht. So zum Beispiel am ehemaligen Gewerkschaftshaus „Schwarzer Adler“, am VVN-Denkmal und an dem ehemaligen Hotel „Sächsischer Hof“ (Neustadtküche). Die Redebeiträge hielten Mitglieder der Initiative für eine lebendige Gedenkkultur, die Beiträge sind zu finden unter http://www.gedenkkultur.info/

Im Anschluss klang der Feiertag im Büro der LINKEN in Zittau sowie im Infoladen Zittau mit Gesprächen und einer entsprechenden Feier aus. Es bleibt dabei: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“.

Gedenken an Michael Gäbler in Zittau

Posted on November 22nd, 2010 by Gemuesekohl  |  No Comments »

Die Tat:
Der 18-jährige Michael Gäbler wird in den frühen Morgenstunden des 20. November 1994 nach einer Techno-Party im offenen Jugendhaus „Rosa“ in Zittau (Sachsen) von einem 17-Jährigen erstochen.

Über den Tatablauf gibt es widersprüchliche Angaben. Besucher des Jugendhauses erklären, dem späteren Angreifer sei wegen „rechter Sprüche“ während der Party Hausverbot erteilt worden. Michael Gäbler und ein Begleiter hätten vor dem Jugendhaus weiter mit dem 17-Jährigen darüber gestritten, warum er sich damit brüste, er sei „Nationalist“.
Als sich Gäblers Begleiter von der verbalen Auseinandersetzung abwendet, zieht der 17-Jährige unvermittelt ein Messer und sticht Michael Gäbler ins Herz und in die Leber. Am 20.November 1994 stirbt Michael.

Der Täter – Toni H.:
Bei dem 17 jährigen Jugendlichen handelt es sich um den gebürtigen Waltersdorfer Toni H. Bis 1994 ging er auf die Pestalozzischule in Großschönau und anschließend auf die technische Fachschule in Zittau. Mittlerweile ist H. verheiratet und arbeitet in München. Täter und Opfer kannten sich aus der Schule.

Das Opfer – Michael Gäbler:
Michael kleidete sich als Punk. In der Tatnacht war er das erste Mal im offene Jugendhaus „Rosa“.

Überregionale Demonstration als Reaktion auf die Tat:
Viele Menschen in Zittau konnten zum damaligen Zeitpunkt die Tat nicht einordnen. In Zittau gab es zum damaligen Zeitpunkt ständige Auseinandersetzungen zwischen der linken und der rechten Szene. Am Sonnabend, dem 12.Dezember 1994, demonstrierten in Zittau etwa 500 Personen unter dem Motto „Wut und Trauer über den Mord an Michael Gäbler“. Die Demonstranten forderten die „Aufklärung des Mordes und des politischen Hintergrundes der Tat“, denn es wurde ein politischen Hintergrund vermutet. Weiter forderten die Antifa‘s und die wenigen anwesenden Zittauer_innen den „Stopp der Unterstützung der Nationalisten in der Südstraße durch Stadt und Land“. Dabei geht es um ein Haus, welches die faschistische Gruppe „Nationaler Jugendblock“ (NJB) mit öffentlichen Geldern zum regionalen Nazi-Zentrum ausgebaut hat.
Während der Demo kam es zu Provokationen der massiv anwesenden Einsatzkräfte. Von einem Polizeiwagen mit aufgebauter Aussichtsplattform aus wurde die Demonstration gefilmt. Der Bus mit Berliner Antifa‘s wurde weit vor Zittau über mehrere Kilometer per Hubschrauber im Tiefflug verfolgt. Als sich Sachsens Innenminister Heinz Eggert von der Schlagkraft seiner Beamten überzeugen wollte, entging er nur knapp einer geworfenen Bierflasche. Der Vorfall ging später als „Anschlag“ in die Agenturen ein. Die Demonstration verlief dennoch ohne Zwischenfälle.

Der Prozess:
Im Juni 1995 befindet die Jugendkammer am Landgericht Görlitz, der 17-Jährige habe in „Notwehr“ gehandelt, da er „zu Unrecht und mit Prügeln“ aus dem Jugendhaus verwiesen worden sei. Zwar befand das Gericht, Michael Gäbler sei unbewaffnet gewesen und hätte H. nicht geschlagen. Dennoch sei der Einsatz des Messers als „Verteidigungsmittel“ gerechtfertigt gewesen, so der Vorsitzende Richter. Der Prozess endet mit einem Freispruch für den 17-Jährigen. Kritisiert werden muss hier die Aussage, dass H. zu Recht ein Messer als „Verteidigungsmittel“ eingesetzt habe. Niemand kam auf die Idee zu fragen, warum H. bei einer Technoparty ein Messer bei sich trägt.

Und heute – Nichts und niemand ist vergessen:
Der Infoladen-Zittau (1) erinnerte in seinem Schaufenster an die damalige Tat (siehe Bild). Die Antifa-Lausitz (2) legte zum Gedenken an Michael Gäbler ein Blumengebinde an seinem Grab nieder (siehe Bilder).

Micha starb, weil Toni H. seinem Hass freien Lauf ließ. Wir können nicht mehr tun, als an ihn zu gedenken. Wir können nicht mehr tun, als den Kampf um eine Gesellschaft frei von Unterdrückung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit weiterzuführen. Wir werden die Toten nicht vergessen.
Quellen:
(1) www.infoladen-zittau.de
(2)antifalausitz.sytes.net/