Antikapitalistisches Camp in der tschechischen Republik

Die „Nová antikapitalistická levice“ (NAL), übersetzt „Neue antikapitalistische Linke“, organisierte im August 2014 wie in den vergangenen Jahren ein antikapitalistisches Camp im Norden der tschechischen Republik (CZ).

Nachdem es im letzten Jahr sehr interessant war, wurde die Einladung zum diesjährigen Camp gern angenommen. Neben AnarchistInnen, KommunistInnen und autonomen Antifas aus der tschechischen Republik nahmen ebenfalls Mitglieder der LINKEN, des Tamara Bunke Vereins und der Antifa Lausitz teil.

Jeden Tag wurden mindestens vier Workshops angeboten. So gab es genügend Raum um sich unter anderem über das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP und weitere spannende Themen auszutauschen.

Da in diesen Tagen dem 100. Jahrestag des Ausbruches des 1. Weltkrieges gedacht wurde, referierte Marcel Renner von der Antifa Lausitz über „Der Krieg und die Erneuerung der internationalistischen Prinzipien durch das Proletariat“. Als Ort für das Referat wurde ein Soldatenfriedhof, auf dem Gefallene des ersten Weltkrieges beigesetzt sind, gewählt. Bemerkenswert war, dass auf dem Friedhof Soldaten des christlichen und jüdischen Glaubens, sowie unterschiedlicher Nationalitäten ihre letzte Ruhe fanden.

Die Vorsitzende des Tamara Bunke Vereins, Ramona Gehring, informierte in ihrem Vortrag über die Situation von Asylsuchenden in Deutschland. Gerade nach der Verschärfung des Asylrechts ist die Solidarität mit den Geflüchteten gefragt. Und dies nicht nur in Sachsen.

Aufgrund der aktuellen politischen Situation im Gaza Streifen wurde der Konflikt diskutiert. Ein irischer Sozialist äußerte Verständnis für die Situation der Palästinenser. Dies blieb natürlich nicht unwidersprochen. Nach einer lebendigen Diskussion, die auch später vertieft wurde, waren sich die Hauptdiskutanten zumindest einig, dass jedes Opfer, egal auf welcher Seite, ein Opfer zu viel ist.

Abgerundet wurden die Workshops mit ganz praktischen Ergänzungen. So fand ein Selbstverteidigungsworkshop statt – wieder konnten einige neue Techniken erlernt werden.

Selbstverständlich kam auch das Feiern nicht zu kurz, die Sonne wurde genossen, Fußball gespielt – alles in Allem ein gelungenes antikapitalistisches Camp, welches so bereits zum fünftem Mal stattfand.

Dafür sagen wir Dekuji.

Ein Bericht unserer tschechischen Freund_innen.

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