Stolpersteine – ELIAS COHN UND BETTY ADAM

Elias Cohn wurde am 24.Januar 1879 in Wollstein im damaligen Posen geboren. Ab 1913 führte er ein Textilwarenkaufhaus in der Reichenberger Straße 22 in Zittau. 1935 musste er das Kaufhaus aufgeben und das Haus verkaufen. Er zog in sein Haus in der Uferstraße 16 (heute Külzufer). Ab 1939 lebten in diesem Haus auch Elwina und Gertrud Cohn sowie Betty Adam, die offensichtlich mit Elias Cohn verwandt waren. Die Schicksale von Elias Cohn und Betty Adam sind bekannt. Was mit den beiden anderen Frauen geschehen ist, ist nicht bekannt.

1942 teilte der Zittauer Oberbürgermeister Zwingenberger dem Einwohnermeldeamt mit, dass Elias Cohn von der „Judenliste“ zu streichen sei, „da er am 24. Januar 1942 in Untersuchungshaft in Leutendorf (Sud.)“ gestorben sei. In Leutendorf befand sich allerdings kein Untersuchungsgefängnis, sondern ein Arbeitslager, dessen Häftlinge vor allem im Steinbruch und im Straßenbau arbeiten mussten. Dieses Lager ähnelt dem von Groß Rosen, basierte also auf dem Prinzip „Vernichtung durch Hunger und Arbeit“.

Betty Adam, geborene Biberfeld, wurde am 17. April 1870 in Lissa (Posen) geboren. Sie kam wahrscheinlich 1939 nach Zittau und wohnte bei Elias Cohn in der Uferstraße 16. Am 8. September 1942 wurde sie mit dem Transport V/6 von Dresden nach Theresienstadt deportiert. Laut Theresienstädter Gedenkbuch ist Betty Adam am 26. März 1944 umgekommen.

Quelle: http://www.hillerschevilla.de/cms/de/121/Stolpersteine-fuer-Zittau/?474/Stolpersteine_f%C3%BCr_Zittau#474

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