Alwin Hanspach

Alwin Hanspach, (KPD) war Arbeiter aus Friedersdorf bei Zittau und seit 1921 Mitglied der KPD. Nach tagelangen Verhören in der SS Wache im „Sächsischen Hof“ wurde in der „Schutzhaft“ erschossen. Kurz vor seiner Verhaftung hatte er, den von den Faschisten gesuchten, Reinhold Hentschke, von Friedersdorf aus, über die Grenze nach Grottau gebracht.

In der SS – Wache „Zum sächsischen Hof“ wurde er von den Faschisten zu Tode gefoltert. Sein Wissen und über seine in der Illegalität kämpfenden Genossen und Freunde, nahm er mit in den Tod.

In einer offiziellen Anzeige der Amtshauptmannschaft Zittau wurde mitgeteilt, dass am 11.04.1933 gegen 03.00 Uhr, Alwin Hanspach  in der Wachstube der SS, (frühere Volksbuchhandlung) versuchte einen SS – Mann die Waffe zu entreißen. Dabei wurde er von dem technischen Betriebsleiter Erich Hanisch  in „Notwehr“ erschossen.
Die Frau von Alwin Hanspach befand sich wegen kommunistischer Umtriebe in Schutzhaft. Bei der Urnenbeisetzung von Alwin Hanspach durfte niemand von seinen Genossen und Freunden dabei sein. In der Nacht, legten sie heimlich einen Kranz mit roter Schleife auf das Grab, den die Faschisten kurz darauf wieder entfernten.

Nach der Beisetzung verfassten Richard Horn und Reinhold Rau (KPD) ein Flugblatt mit dem Titel: „Heraus zum Protest gegen die braunen Mordbestien!“

Quellen:
Revolutionäre und Kämpfer der ersten Stunde des Kreises Zittau
Geschichte der Arbeiterbewegung des Kreises Zittau
Geschichte der Kreisparteiorganisation Zittau der SED ( 1830 – 1986 ) Heft 3 ( 1830 – 1945 )
Antifaschistischer Widerstandskampf der KPD und KPTsch in den Grenzgebieten der Oberlausitz und Liberec / Varnsdorf 1933 – 1938
Revolutionäre Kämpfer und Aktivisten der ersten Stunde des Kreises Zittau

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