Johannes Wüsten

Denkmal an Johannes Wüsten

Denkmal an Johannes Wüsten

Für den Grafiker Johannes Wüsten, der seit 1897 in Görlitz lebte, gibt es in der Stadt mehrere Orte des Gedenkens. Johannes Wüsten war Kunsthandwerker und Malschüler bei Otto Modersohn in Worpswede. Der international bekannte Künstler gab insbesondere der Technik des Kupferstichs für die Gegenwart neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Nach 1933 erwies er sich als aktiver Gegner des nationalsozialistischen Regimes, musste nach Prag und danach nach Paris emigrieren, wo er später verhaftet wurde. Johannes Wüsten verstarb 1943 im Zuchthaus Brandenburg an Tuberkulose.
Neben mehreren Gedenktafeln gibt es auch zwei Porträtbüsten von ihm in Görlitz. Der Bildhauer Theo Balden schuf sie für die ständige Ausstellung der Kunstsammlungen (1976) sowie für eine Schule, die seinen Namen trägt.
Die Grabstätte Wüstens liegt auf dem Alten Friedhof (XX lI a-34). Die Gedenktafeln aus Sandstein an den Häusern Johannes-Wüsten-Straße 7 und 23 haben folgende Inhalte: »Johannes Wüsten 1.896-1943 – Antifaschistischer Künstler, wirkte in diesem Haus 1930-1934« und »Johannes Wüsten, geb. 1896, Antifaschist, Schriftsteller, Maler und Graphiker, von den Nazis zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 26.4.1943 im Zuchthaus Brandenburg umgekommen«.

Quelle: Eigenrecherche und Broschüre: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Dokumentation II

Ein weiterer Artikel, der sich Johannes Wüsten widmet.

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.

Powered by WordPress | Compare Premium WordPress Themes
Gedenkkultur.info, c/o. Infoladen Zittau, Äußere Weberstraße 2, 02763 zittau