EMMA UND ADOLF LACHMANN

Stolperstein für Emma Lachmann

Stolperstein für Emma Lachmann

Emma und Adolf Lachmann kamen schon 1902 nach Zittau. Sie eröffneten in der Bautzner Straße das Kurzwarengeschäft „Fließ & Co.“. Auch im Falle Lachmanns griff man zum Mittel der Denunziation. So bekam ein Zittauer Friseurmeister, selbst langjähriges NSDAP-Mitglied, große Schwierigkeiten, weil Adolf Lachmann nicht nur ein Kunde bei ihm war, sondern er ihm wie allen Kunden auch noch die Hand zum Abschied schüttelte. Wer bei Lachmanns oder im Reichenauer Geschäft „Fließ & Co.“ einkaufte, lief Gefahr, im „Stürmer“ per Leserbrief denunziert zu werden. Während der „Reichspogromnacht“ im November 1938 wurden auch in der Bautzner Straße 3 die Fensterscheiben eingeschlagen. Und wahrscheinlich gehörte auch Adolf Lachmann zu den nach Buchenwald verschleppten jüdischen Männern.
Emma und Adolf Lachmann zogen 1939 nach Berlin. Sie hofften, in der Anonymität der Großstadt die schlimmen Zeiten leichter zu überleben.
Am 14.08.1942 wurden Emma und Adolf Lachmann mit einem so genannten Alterstransport nach Theresienstadt und am 16.05.1944 nach Auschwitz deportiert. Sie kehrten nicht zurück.

Quelle: http://www.hillerschevilla.de/cms/de/121/Stolpersteine-fuer-Zittau/?481/EMMA_UND_ADOLF_LACHMANN#481

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