Die Gedenkstätte Großschweidnitz

gedenktafelDie Gedenkstätte, das ehemalige Leichenhaus mit angeschlossenem Sektionsraum und der Friedhof erinnern an die Verbrechen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ in Großschweidnitz. 1902 wurde in Großschweidnitz eine Heil- und Pflegeanstalt eröffnet. Die Faschisten nutzen diese, um geistig behinderte Menschen, ab 1943 vor allem Kinder, zu ermorden. Dabei oblag es den Ärzten zu entscheiden, wie sie die „Unheilbaren“ umbrachten. Meist wurden dazu Medikamente oder Nahrungsentzug eingesetzt. Die Gesamtzahl der Menschen, die über Großschweidnitz in den Tod deportiert oder direkt in der Landesanstalt ermordet wurden, muss mit etwa 8.500 beziffert werden. Die Ärzte der „Kinderfachabteilung“ diagnostizierten den Eltern Krankheiten, die den Abschied zu dem geliebten Kind erleichterten. „Damit ist jede Seite zufrieden gestellt.“ stand auf einer Tafel der Ausstellung. Großschweidnitz diente auch als Sammellager für Kinder, die vom Katharinenhof Großhennersdorf nach Pirna-Sonnenstein transportiert und meist dort ermordet wurden. Auf dem Gelände des Friedhofes wurden 1990 ein Gedenkstein und eine Tafel aufgestellt. Diese erinnern an die Opfer der „Euthanasie“. Mit dem Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus endete dieses dunkle Kapitel deutscher Psychiatriegeschichte. 1947 wurden 2 Ärzte und 5 leitende Schwestern der Heil- und Pflegeanstalt zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Quelle: http://www.gedenkstaette-grossschweidnitz.org/index.php?id=2
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