der jüdische Friedhof in Zittau

Bis zur Begründung ihres eigenen Friedhofs mussten die Zittauer Juden ihre Toten bis nach Dresden oder Görlitz bringen. 1887 endlich bekamen sie einen eigenen Platz. . Die älteste Grabsteininschrift ist von 1888. Er wurde mit einem Holzzaun umgeben. 1908 konnten sie eine größere Feierhalle errichten. Wie auf vielen jüdischen Friedhöfen in Sachsen wurde diese am 10.11.1938 gesprengt, am gleichen Tag wie die Zittauer Synagoge. 1942 wurden alle Metallgitter zugunsten der Rüstungsproduktion entfernt. Nach 1945 wurde der Friedhof wieder hergerichtet; die Friedhofshalle jedoch nicht mehr aufgebaut. 1948 ist ein Gedenkstein für die jüdischen Opfer der NS-Zeit in Sachsen eingeweiht worden. Auf diesem steht: Ein Licht Gottes ist der Menschen Seele. Zum Gedenken der vierzig jüdischen Seelen der Städte Zittau und Löbau, die in den Jahren 1933 - 1945 hingerichtet, ermordet, vergast und verbrannt wurden. Weil sie Juden waren Mögen ihre Seelen in die Gemeinschaft der Ewiglebenden aufgenommen werden. Auf dem Friedhof sind etwa 50 Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst 10,20 ar. Im Juni 2003 wurde der Friedhof schwer geschändet, wobei 31 Grabsteine umgeworfen wurden. Es zerbrachen zehn Grabplatten. Im Jahr 2014 wurden archäologische Grabungen auf dem Jüdischen Friedhof in Zittau durchgeführt. Diese haben das Ziel der dauerhaften Sichtbarmachung des Grundrisses der ehemaligen Trauerhalle.
Quellen: http://www.alemannia-judaica.de/zittau_friedhof.htm http://www.juden-in-mittelsachsen.de/shalom/friedhof_zittau.html  
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